Keine Punktspiele bei Terroranschlägen
Wie ist eure Meinung zu einem Spielverbot auf Grund von Terroranschlägen.
Sollen alle Punktspiele abgesagt werden bei Terroranschlägen wie dem am 11.09.01 in den USA ?
Bitte mailt mir eure Meinung, die dann hier veröffentlicht werden.
Beiträge:
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Thomas Conrad (TSV Kremperheide, 24.09.01):
Nach diesem schlimmen Terrorakt hätte man den Spieltag, der an dem folgenden Wochenende geplant war, durchaus absagen können, vielleicht sogar müssen.
Es war ein Wochenende, an dem ich einfach froh war, mit meiner Familie an einem Tisch sitzen zu können. Dieses Privileg ist leider vielen Mitmenschen mit einem Schlag genommen worden.
Hier hätten wir einmal innehalten und somit auch unsere Verbundenheit und Betroffenheit zum Ausdruck bringen können.
Gefehlt hat in jedem Fall ein Zeichen unseres Dachverbandes, dem SHBV. Eine klare Ansage über die Spielleiter an die Vereinsverantwortlichen und eine kleine Info auf der Homepage hätten ja ausgereicht.
Ich hoffe, dass es niemals wieder so einen Diskussionsanlass gibt.
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Norbert Weid (Elmshorner BC, 24.09.01):
Als Staffelleiter der BK West schließe ich mich den Meinungen meiner beiden "Vorschreibern" an.
Ein Spielverbot wäre verstanden worden angesichts der Ereignisse wenn dieses konsequent und eindeutig ausgesprochen worden wäre.
Es erreichte mich am Donnerstag spätabends eine E-Mail des Bezirksspielausschußvorsitzenden, der mir mitteilte, angesichts der Ereignisse in den USA sei es seitens des SHBV gewünscht, daß an dem Wochenende 15./16.09. keine Punktspiele stattfinden sollten, die entfallenden Spiele seien an einem Trainingsabend nachzuholen.
Meine Meinung (deutlich pointiert ausgedrückt): Wischi-Waschi. Mit schwammigen Wünschen und Empfehlungen ist den betreffenden Staffelleitern und Mannschaften nicht geholfen. Von welchem Trainingsabend wurde gesprochen ? Von einem innerhalb einer Woche, zwei Wochen oder acht Monaten ? Warum war auf der SHBV-Homepage kein entsprechender Hinweis zu finden ? Weswegen kursierten Gerüchte, Vertreter des Landessportverbands hätten einen Verein aus dem Bezirk Mitte angerufen und behauptet, der Spieltag sei abgesagt ?
Ein eindeutiges Statement des SHBVs hätte viel Unruhe vermieden. Auch wenn zu hoffen ist, daß derartig traurige Ereignisse wie in den USA sich niemals wiederholen mögen, wünscht man sich doch das nächste Mal eine klare Linie seitens der Verbandsführung.
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Jesko Steffens (SV Wellenkamp, 22.09.01)
Meiner Meinung nach hätten alle Sportveranstaltungen am Wochenende nach den Terroranschlägen ausfallen müssen. So etwas muß allerdings auf höchster Ebene beschlossen werden. Es darf nicht sein, daß die Verantwortung auf die Staffelleiter abgewälzt wird. Es geht mir hier weniger um die möglichen Bedrohungen von Sportevents durch Anschläge (DFB: "Wir dürfen uns dem Terrorismus nicht beugen") vielmehr geht es darum, unseren Verbündeten ein Zeichen zu setzen "Wir sind in Eurer Trauer bei Euch". Die aktuellen Geschehnisse lassen sich wohl zweifelsfrei als schlimmster Terrorakt in der Geschichte bezeichnen und daher wäre eine Absage des kompletten Spieltags absolut gerechtfertigt gewesen. Wir haben im Training viel über dieses Thema diskutiert und alle Spieler hätten eine Spielabsage mitgetragen. Ich hoffe, daß die Notwendigkeit einer solchen Diskussion nie wieder gegeben ist.
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Michael Neumann (BSC Nordoe, 20.09.01)
Ich finde es angebracht, bei so großen Katastrophen ein Spielverbot für das Wochenende, das folgt, auszusprechen.
Allerdings muß dieses konsequent durchgeführt werden, d. h. von oben bis unten muß dieses Spielverbot ausgesprochen werden.
Es kann m. M. nach nicht angehen, das in den oberen Ligen gespielt wird, während unten ein Spielverbot verhängt wird.
Am besten wäre natürlich eine generelle Absage aller Sportveranstaltungen durch den Deutschen Sportbund, an den dann alle gebunden sind.
Nach einer Woche sollte dann jedoch wieder gespielt werden. Das Leben geht weiter, ist zwar ein abgedroschener Spruch, aber er trifft zu.
Mit längerer Trauer würde man sich diesen Terroristen beugen, was auf keinen Fall geschehen darf.
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